Nach längerer Pause hab ich heute mal XBMC unter Linux getestet. Als Version kam die 9.11 auf die Platte. Als Linuxuntersatz dient Linux Mint in der Version 8. Für mich das bessere Ubuntu Karmic Koala, denn alle Codecs für die Medienwiedergabe sind bereits an Bord. Hauptproblem für die Nutzung von Linux als Mediacenter-Betriebssystem, neben der Tatsache dass nur NVidia Grafikkarten wirklich funktionieren, ist Tearing. Dieses kann aber einfach gelöst werden...
Installation von XBMC:
Für die Installation kann man Synaptic verwenden, dazu wird unter Software-Quellen das XBMC-Repo eingebunden, diese Zeile "deb http://ppa.launchpad.net/team-xbmc/ppa/ubuntu karmic main" in die Quellen eintragen und danach updaten. Jetzt sollten, nach Eingabe von XBMC in der Suchleiste, die einzelnen Programmpakete erscheinen. Das Hauptprogramm installieren, Synaptic zieht den Rest automatisch runter.
Hardware:
Mainboard: DFI Lanparty T2RS mit Onboard GF 9400
Speicher: 2 GB Ram
CPU: Intel E2140
Remote: MCE
Problem Tearing:
Um Tearing zu vermeiden hilft es die Desktop Effekte abzuschalten. Dieses am Besten mit dem Terminal-Befehl: "sudo nvidia-xconfig --no-composite". Vorsicht: Die xorg.conf wird neu geschrieben, daher vorher ein Backup der Datei anlegen, unter Umständen muss man die Auflösung wieder anpassen. Einfachster Zugriff: "sudo gedit /etc/X11/xorg.conf".
Zusätzlich noch in der NVidia-Config "Vsync" aktivieren. Unter XBMC die Refreshrate festsetzen und dieses Problem gehört der Vergangenheit an.
Festplatten automatisch einbinden, Automount:
USB-Festplatten werden von Ubuntu bzw. Mint schon automatisch eingebunden, eine lokale Festplatte degegen nicht. Der Vorgang wird hier ausführlich beschrieben und ist eben typisch Linux, unnötig kompliziert (Oh Oh, was habe ich da nur geschrieben, ich weiß, es gibt für alles Komplizierte einen "wichtigen" Grund bei Linux.)
Fernbedienung:
Um die MCE-Remote perfekt einzubinden, empfehle ich dieses How-To. Für die Nutzung unter XBMC reicht dieser kurze Abschnitt (in den Terminal eingeben):
""sudo apt-get install -y lirc
""Select windows media center remotes (New version)
""IR Transmitter: Select “none”
""run irw in terminal and press any button on the remote, the name of device and button should show on screen.
Wer noch mehr möchte, z.B. Shutdown in den S3, oder Starten aus diesem, kommt an den Scripten im genannten How-To nicht vorbei.
Autostart von XBMC:
Der einfachste Weg ist XBMC in die "Startprogramme" einzutragen, das geschieht über den Menueintrag in den Einstellungen. Wer seinen Rechner allerdings als reinrassiges Mediacenter verwenden will, wird eher für die elegantere Lösung sein, nämlich das Eintragen von XBMC als init.d. Das hat den Vorteil, dass direkt XBMC und nicht noch ein Desktop Manager wie Gnome geladen wird. Hier ist ein ausführliches How-To zu dem Thema.
Zur Medienwiedergabe:
Mit dem aktuellen NVidia Treiber funktioniert VDPAU perfekt, die Bildqualität ist hervorragend. Die Prozessorlast ist gering, die Anpassung der Refreshraten bei unterschiedlichen Quellformaten (24p, Pal, NTSC) klappt tadellos, ich habe keine Ruckler feststellen können.
XBMC läuft sehr gut und der nächste Schritt wird die Einbindung eines VDR-Backends sein, denn Live TV fehlt meinem Aufbau noch.
Dienstag, 27. April 2010
XBMC unter Linux, einfach und gut.
Eingestellt von
Dave
12:04
- Hans 3. August 2010 11:03
-
Hallo,
ich nutze einen Zotac ION und MediaPortal da mir aber Win 7 langsam zu mühsam wird überlege ich mir dem Umstieg auf XBMC. Was hier so steht klingt sehr interessant, also läuft bei dir alles einwandfrei?
3
Kommentare:
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Kann deinen Bericht über XBMC, Linux und Live-TV kaum erwarten. Gerade das Live-TV ist das, was mir derzeit noch zu meinem Glück fehlt.