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Montag, 8. Juni 2009

Das RetroImac/Mythtv Projekt musste ich leider auf Eis legen. Grund: Ich warte noch immer auf mein heißgeliebtes, kleines Micro-Atx-Mainboard, das sich irgendwo in Frankfurt, in einer dunklen Spielothek als Internet PC, komplett übermotorisiert, langweilen muss.


Kurzerhand habe ich den VGA-Out eines mir sehr bekannten Samsung NC10, auf dem ein mir gänzlich nicht Unbekannter seit gut 4 Monaten OSX betreibt, angeschlossen.
Der gepimpte Röhrenfernseher kommt so doch noch in den Genuß eines Unix Derivates.


Auf den Videos kann man sehen wie toll OSX auf der Atom Hardware rennt, das Big Buck Bunny Video ist in 1080p, nur der Anfang hat zwei kleine Ruckler, unter XP lief das Video bei mir nie geschmeidig.


Die Performance von OSX+Atom reicht um XP in der virtuellen Maschine auszuführen und gleichzeitig noch ein Flashvideo in Fullscreen zu schauen, das zum Thema "Begrenztes Multitasking".

Das externe Oldschooldisplay hat sich schon auf einer Party bewährt: Musik per Front Row sieht in Verbindung mit dem 70´er Jahre Telefunkenlook einfach geil aus.


Zum Rechtlichen:
Einem ordentlichen Besitzer einer originalen Retail OSX Installationsdisk kann Apple in Deutschland die Installation auf nicht Applehardware kaum verbieten. Sich illegal eine Kopie zu beschaffen ist trotz Piratenpartei im EU-Parlament noch nicht erlaubt.

Donnerstag, 4. Juni 2009

Da der Kellerserver den ganzen Tag brummt, soll er so viele Aufgaben wie möglich erlediigen. Mit der Virtualisierungs Software VirtualBox, einer ISO des Linux Firewall Betriebssystem IPCop und der zweiten Lankarte machen wir aus dem DVB-Server noch gleichzeitig einen Router mit Hardware Firewall.


Als Erstes laden wir Virtualbox und die ISO von IPCOP runter und installieren das Programm.
Unter "Neu" erstellen wir einen virtuellen Computer, geben dem Kind einen Namen und wählen Betriebssystem "Linux", Version egal.

Arbeitsspeicher ab 32 MB, Festplatte 1 GB sollte reichen, kann aber auch dynamisch angepasst werden.


Jetzt unter "Ändern" bei CD Laufwerk "ISO Abbild" wählen, und IPCOP.iso einbinden. "Diskette" deaktivieren, "Audio" auch.
Wichtigster Punkt "Netzwerk": hier beide Adapter aktivieren und bei beiden Bridged Adapter einstellen und die zwei "echten" Lankarten auswählen. Alle anderen Menüpunkte sind nicht wichtig. Dann "OK" und virtuellen Rechner starten.

IPCOP sollte jetzt booten, die Installation ist selbsterklärend. Passwörter für alle Benutzer erstellen. Hier lautet die Devise: nichts ist unsicherer als ein schlecht gewähltes Passwort.


Nur die Einstellung "Green und Red" wählen: Green steht für den lanseitigen Anschluss, bei mir also die 100 MBit Onboard Karte.
Red ist die andere Karte, sie wird mit dem DSL Modem und damit mit dem Internet verbunden. Green bekommt eine feste IP Adresse zugewiesen, auf ihr ist der Router zu erreichen und kann uber das Lan konfiguriert werden. Beim Zuweisen der Netzwerkkarten auf Green und Red kann man sich verhaspeln, 50:50 Chance.

Bei mir ist der Router nun im Netzwerk unter https://192.168.178.33:445 erreichbar und kann konfiguriert werden, PPPoE auswählen und Providerdaten eintragen. Wenn DHCP aktiviert wurde können alle Rechner im Netzwerk jetzt ohne weitere Einstellungen ins Internet, nur die mit fester IP-Adresse müssen noch als Gateway den IPCOP Router einfügen.


Fertig ist ein virtueller Router, zur Sicherheit: Wenn keine Ports manuell geöffnet wurden ist die Kiste absolut sicher.

Mittwoch, 3. Juni 2009

Was tun mit einem 5 Jahre alten PC?
Heute basteln wir den Eierlegenden Wollmilchsauserver, kurz ELWSS. Als Hardwareunterlage dient ein Athlon 2400+ auf einem MSI Mainboard mit VIA Chipsatz, 1GB Ram, Grafik: Nvidia Geforce 5000 irgendwas, zwei Technisat Skystar2 DVB-S Karten und zur 100MBit Onboard- gesellt sich eine zuäzliche 10 MBit Lankarte. Kosten ohne Satkarten ca 30 Euro im gut sortierten Flohmarktfachhandel.


Software:
Windows XP Professional SP3
Mediaportal 1.0.2

Was soll der Server alles können:
1. DVB Stream für alle Mediaportal Clients
2. Fileserver für alle Medien und Aufnahmen
3. Videorecorder soll sich von jedem Punkt der Erde programmieren lassen
4. Er soll den Router und dessen Hardwarefirewall ersetzen
5. Er soll alle E-mail Postfächer abklappern und die Mails per IMAP an die Clients liefern


Nachdem die zwei Satkarten eingebaut sind und Windows XP Professional augespielt ist, werden die Treiber für die Technisat Karten installiert, ich wähle die BDA Treiber im Geräte Manager für jede Karte einzeln aus.


Den Soundtreiber lasse ich gepflegt weg, genauso belasse ich den Windows Standardtreiber für die Grafik, der Server dient nicht als Abspielgerät, er liefert nur die Daten an die Clients. An diesem Punkt den Rechner Neustarten.


Installation von Mediaportal:
Bevor Mediaportal installiert werden kann muss noch ein Frameworkupdate (nur 3.5 SP1)eingespielt werden, die Fehlermelung von Mediaportal leitet direkt auf einen Link zur Microsoftseite.


Nachdem der Installationsprozess beendet ist, kann das Mediaportalsetup ausgeführt werden.
Im Setup wählen wir "Benutzerdefinierte Installation" und anschließend Punkt 2 "Mediaportal als dedizierten TV Server (ohne Mediaportal)"
Für die Datenbank wähle ich MSSQL.


Das Setup lädt sich nun die benötigten Pakete runter, wer noch keinen Windows Mediaplayer 11 hat, wird darauf hingewiesen und zum Download gelinkt.


So der Mediaportalserver ist nun installiert. Jetzt muss noch eine feste IP Adresse vergeben werden, unter Netzwerkverbindungen (in meinem Aufbau) die 100MBit Karte auswählen und dann unter TCP/IP die nötigen Einstellungen vornehmen. Gateway ist die feste IP des Routers, der Server muss logischer Weise eine noch freie Netzwerkkennung bekommen.


Nun rufe ich zum ersten Mal die "TV Server Configuration" auf und bekomme eine Fehlermeldung, die auch gleich zur Lösung leitet, nämlich den DVBfix, diesen installieren und die "TV Server Configuration" neustarten.
Danach unter dem Menupunkt TV-Servers die gerade eingestellte IP eingeben, kann auch berets vorhanden sein.


Damit ist der TV Server installiert. Alle Mediaportal Clients können ihn bei mir jetzt unter 192.168.178.12 empfangen.

Webanbindung des Videorecorders:
Mit einem kleinen Serverprogramm kann man bequem über Lan und später auch Internet den Serverstatus abrufen, die Programmzeitschrift einsehen,die Aufnahmen programmieren und bei Bedarf den Server neu starten. Das Programm heisst MpWebIntSetup und kann hier runtergeladen werden. Installieren. Und die Einstellungen wie auf dem Bild vornehmen, IP Adresse natürlich anpassen.


Der Port auf dem der Server läuft sollte noch angepasst werden z.B. 50333, er muss auch in der Windows Firewall freigegeben werden. Dann wird noch ein Benutzer mit Passwort angelegt.


Rechte Maustaste auf die Netzwerkverbindung>Erweitert>Port... bei mir 50333.
Jetzt kann jeder Rechner im LAN über seinen Browser mit der Adresse 192.168.178.12:50333 den TV Server steuern.


Status der TV Karten:


Wer jetzt per Internet aus Kinshasa auf seinen Server in Radebeul zugreifen möchte, richtet sich einen kostenlosen DYNDNS Acount ein, gibt diese Daten in seinen Router ein und macht eine Portweiterleitung von 50333 auf 192.168.178.12. Der Rechner ist dann immer unter http://videorecorder.dyndns.org:50333 ereichbar, natürlich nur für eingetragene Benutzer.

So wer nur einen TV Server will kann jetzt hier ausklinken,auf das Thema Channelscan will ich hier jetzt nicht näher eingehen, ist quasi selbsterklärend, passenden Satelliten auswählen und go. Die Performance des Servers reicht dicke für SDTV, die Clients haben die Aufgabe das Bild zu dekodieren, der Server liefert nur den Datenstrom.
(Anm. HDTV konnte ich nicht testen, seit ich aber ein Atomnetbook als vollwertigen Client habe glaube ich an alles)

Geht bald weiter...

Samstag, 16. Mai 2009

Nachdem Wolfgang die richtigen DiSeqC Einstellungen wegen seines schielenden LNB´s vorgenommen und einen nochmaligen Channelscan gemacht hatte, läuft Mediaportal nun perfekt. Keine Ruckler, die CPU-Last ist angenehm niedrig, kurzum alles wie es sein soll.


Ich kann nun alle Kompontenten einschließlich der Skystar HD2 absolut empfehlen.



Für die Optimierung des SDTv Bildes wird Wolfgang noch die ein oder andere Stunde benötigen, ich empfahl ihm den FFDShow Filter zu verwenden.
Hier gibts einen guten Artikel darüber. Alles in Allem sind die Bildoptimierungen sehr von der subjektiven Meinung des Betrachters abhängig.



Hier nochmal die Komponentenliste

Mainboard: Asus M3N78-EM
CPU: Athlon X2 4850e
Festplatte: Western Digital 1 TB Green Power
Fernbedienung: Qsonic X10 6in1, zum Anlernen.
DVB-S2 Sat TV Karte: TechniSat SkyStar HD 2
2GB MDT Speicher
Blueraylaufwerk: Pioneer Combo, leider kein LG verfügbar.
Gehäuse: SilverStone SST-LC10B-E Hier hat sich ein Fehler eingeschlichen, ist nämlich dieses Gehäuse: SilverStone SST-GD02B
Netzteil: Enermax Power Supply FMA II 350W, mit Lüfterpoti



Nun kann HDTV kommen.

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